Hamburg – Zugspitze | Jedem Ende wohnt ein Anfang inne Teil 1

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Die Landpartie: Hamburg – Zugspitze | Jedem Ende wohnt ein Anfang inne Teil 1

Hamburg – Zugspitze | Jedem Ende wohnt ein Anfang inne Teil 1

von: Olaf Wirths am: 18.02.2022

Auf zum Blocksberg, wie im Volksmund der Brocken genannt wird. Mit seinen 1141 Metern ist er der höchste Berg in Norddeutschland und liegt im sagenumwobenen Mittelgebirge Harz. Anstelle eines Hexenbesens trägt mich der mir liebgewonnene Drahtesel nach Wernigerode, der bunten Stadt im Harz, die Ausgangspunkt meines Besuches in den Nationalpark Harz ist.

Ich habe mich aufgemacht, um den Spuren der Landpartie zu folgen, die auf ihrer Tour von Hamburg zur Zugspitze eine Nacht in der Fachwerkidylle der Stadt verweilt. Der historische Stadtkern mit seinen aufwendig restaurierten Fachwerkhäusern und natürlich das Schloss Wernigerode, das majestätisch über der Stadt thront, sind nur einige der Besonderheiten, die hier am Nordrand des Harzes zu finden sind. Nur acht Kilometer südwestlich der Kernstadt liegt Drei Annen Hohne, der östlichste Punkt des Nationalparks Harz.
Ich besteige die Harzer Schmalspurbahn, die auf ihrem meterspurigen Streckennetz hauptsächlich mit dampfbetriebenen Locks, ganz jährig Touristen und Einheimische befördert. Das Pfeifen der Dampflok und die Dampfschwaden, gepaart mit den landschaftlichen Ein drücken, lassen die knappe Stunde Fahrt bis nach Drei Annen Hohne wie im Flug vergehen. Ein großartiges Erlebnis, das die Reisenden der Landpartie bestens auf den Nationalpark einstimmt. Am Bahnhof in Drei Annen Hohne angekommen, herrscht ein buntes Gewimmel, denn von hier startet die Brockenbahn, welche seit 1991 wieder im Einsatz ist. Für die meisten Fahrgäste ist der auf 1125m gelegene Brockenbahnhof, der höchste Schmalspurbahnhof Deutschlands, das heutige Ziel. Ich orientiere mich in Richtung Naturerlebniszentrum Hohnehof, denn dort wartet bereits der Nationalpark-Ranger Hendrik Behrens und heißt mich herzlich willkommen.
Hendrik hat schon einige Landpartie-Gruppen durch den Nationalpark geführt, daher hat er sich Zeit genommen mit mir ein wenig zu plaudern und mir den Nationalpark näher zu bringen. Hendrik ist seit dem Jahre 2019 Nationalpark-Ranger, er hat schon so einiges erlebt und nach zahlreichen Stationen ist der 34-jährige „angekommen“, wie er sagt. Die Tätigkeit als Ranger des Nationalparks ist sehr vielseitig und insgesamt sind derzeit ca. 40 Nationalpark-Ranger bei den Bundesländern Sachsen-Anhalt oder Niedersachsen angestellt.
Hendrik strahlt mit seiner besonnenen Art, seiner tiefen Stimme und seinem Vollbart, Ruhe und Geborgenheit aus. Seine Passion wird deutlich spürbar, wenn es um die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt des nördlichsten Mittelgebirges geht, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Ein Teilbereich seines Aufgabenfeldes sind Führungen durch den Nationalpark, wobei ihm eine bildliche Sprache und ein Bezug auf die Interessengebiete der Gäste wichtig sind. „Es ist mir wichtig auf die Menschen einzugehen und diese abzuholen,“ verrät er mir. „Es gibt unterschiedlichste Führungen mit sehr verschiedenen Schwerpunkten. Die meisten jedoch interessieren sich für die Idee und das Ziel des Nationalparks und die ökologischen Zusammenhänge.“
Ich erfahre, dass der Nationalpark Harz nur 1/10 des gesamten Harzes ausmacht und der Name von dem mittelalterlichen Begriff Hart (Bergwald) kommt. Das Mittelgebirge bildet eine natürliche Barriere für feuchte Luftmassen, die vom Atlantik in Richtung Osten ziehen. Die Wolken stauen sich am Westhang des Harzes und regnen ab.
Hendrik erklärt mir, dass die Ranger in den letzten Jahrzehnten einen rasant, beschleunigten Klimawandel miterleben und es zu wenig Niederschlag gab. Dies hat Folgen für den Wald im Harz, welcher aus großflächigen Fichtenmonokulturen bestand. Das ist auch der Grund warum so viele tote Bäume im Nationalpark zu finden sind. Denn ohne ausreichend Wasser haben die Fichten keine Kraft ausreichend Harz zu bilden, um die Borkenkäferart, die „Buchdrucker“ heißt, weil sein Fressbild einem aufgeschlagenen Buch ähnelt, abzuwehren.

Hier geht es zum Teil 2 der zweiteiligen Reihe "Jedem Ende wohnt ein Anfang inne".

Individuell radeln, gemeinsam erleben.

Hier erfahren Sie mehr zu großen E-Bike Deutschland-Tour.


© Adobe Stock - Pears / Landpartie / Mandy Gebara

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